--- Aktuelles Ausstellungsprojekt ---

 


Innerhalb der Ausstellung "neueheimat.ruhr - Fotoarbeiten zur Migration im Ruhrgebiet (1965 – 2017)" im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen zeigt Jutta Schmidt Bilder aus ihrer aktuelle Serie 4t Luft

 

neueheimat.ruhr
ist eine themenbezogene Plattform für Fotografie und ganze Serien von Bildautoren. Sie zeigt die Entwicklung der multikulturellen Gesellschaft im Ballungsraum der Metropolregion und spiegelt die
Normalität, aber auch die Spannungen im Alltag wider. Das Alleinstellungsmerkmal der Region Ruhr ist ihre Industriegeschichte. Diese ist wiederum mit der Geschichte der Arbeitsmigration verbunden, die den Lebensalltag in der Region und das Bild der Städte bis heute prägt.
Neben der Arbeitsmigration gab es auch Einwanderungswellen wie die nach dem Asylrecht seit den 1980er Jahren, die der Spätaussiedler in den 90ern oder die der Kontingentflüchtlinge. Die massenhafte Flucht nach Deutschland, insbesondere aus Syrien und Afghanistan, aber auch die Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten seit 2015 ist für breite Bevölkerungskreise zunehmend problematisch und stellt den Zusammenhalt der Gesellschaft vor erhebliche Aufgaben.
In der Vergangenheit ist die Integration der Menschen aus anderen Kulturen in der Region weitgehend geglückt – an vielen Stellen sogar vorbildlich. Standen etwa die Gastarbeiter aus Polen und Italien über Jahrzehnte gemeinsam „vor der Kohle“ oder am Hochofen, gilt es heute, an diese Tradition anzuknüpfen und unter den veränderten Vorzeichen der Gegenwart neue Formen des Miteinanders ins Leben zu rufen.

22. Januar bis 21. April 2018
Wissenschaftspark Gelsenkirchen
montags bis freitags 6 – 19 Uhr
samstags 7.30 – 17 Uhr


Zur Person

Jutta Schmidt, Künstlerin

Jutta Schmidt absolvierte eine klassische Fotografenausbildung und arbeitete zunächst als Bildjournalistin. Nach langjähriger Praxis als Fotografin im Bereichen Werbung, People und Mode studierte sie in Saarbrücken „Neue Künstlerische Medien“ mit dem Schwerpunkt Fotografie und war Meisterschülerin von Ulrike Rosenbach und Else Gabriel. Sie leitete fast zehn Jahre die Fotoateliers der Hochschule der Bildenden Künste/Saar. Heute lebt und arbeitet sie als Künstlerin, Dozentin und Kunstpädagogin im Ruhrgebiet, wo sie u.a. für die Fachhochschule Dortmund, und das Museum Folkwang in Essen tätig ist.
Für ihre künstlerischen Fotostrecken die sich mit dem Alltag, mit sozialen Wirklichkeiten und deren Mustern und Codes auseinandersetzen, erhielt sie mehrere Auszeichnungen.

Über meine Arbeiten

„JE est un autre“ (Ich bin ein anderer) - Arthur Rimbauds berühmte Formel dichterischer Doppelexistenz, scheint im Zeitalter von Klonierung und Cyberspace ungeahnte Aktualität zu gewinnen. Die sich mit großer Geschwindigkeit vollziehende Digitalisierung der Lebenswelten, sowie die Globalisierung führen zur partiellen Aushöhlung und Auflösung der Solidargemeinschaften.
Zivilisationsbrüche sind ebenso zu beobachten wie die Preisgabe kultureller Normen und Codes.
Meine Arbeiten setzten sich in diesem Zusammenhang insbesondere mit der Identität und der Individualität des Einzelnen innerhalb gesellschaftlicher Strukturen auseinander. Das Thema der kollektiven Erinnerung sowie die Untersuchung von Phänomenen der sozialen Prägung sind dabei meine Schwerpunkte.

Jutta Schmidt

Kulturarbeit

Neben der fotografischen und künstlerischen Arbeit ist Jutta Schmidt seit 2010 in der Kunst- und Kulturvermittlung im Einsatz.

Als freie Mitarbeiterin bringt sie Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen schwerpunktmäßig die Kunst  des 20. Und 21. Jahrhunderts näher.
Dafür ist sie in den großen Museen des Ruhrgebiets unterwegs. Hier sind insbesondere das Museum Folkwang in Essen, das Museum Ostwall im Dortmunder U und das Bochumer Kunstmuseum zu nennen.
Neben der Vermittlung von Ausstellungs- und Sammlungspräsentationen lotet sie als Projektleiterin in der  langfristigen Arbeit mit Gruppen aus den unterschiedlichsten Kontexten (Schulklassen, Jugendliche, Familien) die Möglichkeiten des künstlerischen Arbeitens zu den unterschiedlichsten Themen aus.

Die Kunstwerke der Museen sind dabei stets Impulsgeber zur inhaltlichen und formalen Auseinandersetzung.
Einer ihrer Schwerpunkte ist die Arbeit mit den Neuen Medien und deren Möglichkeiten zur Weltaneignung.
In diesem Kontext gewinnt die Inszenierung, der performative und konzeptionelle Ansatz der künstlerischen Arbeit einen besonderen Stellenwert.

Die Ergebnisse dieser prozessorientierten Projekte werden abschließend in Ausstellungspräsentationen und/oder Publikation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und leisten einen wertvollen Beitrag zu einem lebendigen Diskurs und zu einem gelebten Umgang mit der Kunst.

 

Seit 2017 ist Jutta Schmidt zertifizierte Kulturgeragogin und arbeitet in dieser Eigenschaft innerhalb ihrer Museumsarbeit auch mit Menschen mit Demenz.

 

 Kulturarbeit - Jutta Schmidt    Kulturarbeit - Jutta Schmidt

 

KULTURGERAGOGIK

„Zeit für Kunst“ ist ein Museumsangebot für Menschen mit Demenz und deren Begleitungen.
Die Projektinitiatorin, Künstlerin und Kulturgeragogin Jutta Schmidt entwickelte in Kooperation mit dem Museum Ostwall im Dortmunder U ein nachhaltiges Angebot, welches auch dem gesellschaftlichen Auftrag der Inklusion gerecht werden sollte..
Aus den Erfahrungen, die innerhalb umfangreicher Probeworkshops mit zwei ausgewählten Teilnehmergruppen unter dem Arbeitstitel „KunstInklusive“  gesammelt wurden, konnte ein Angebot entwickelt werden, welches sich gleichermaßen an Menschen mit Demenz und deren Begleitungen richtet.
Neben dem Erleben der Kunstwerke und der praktischen-kreativen Arbeit stehen das menschliche Miteinander und das gemeinsame Tun in besonderer Atmosphäre im Mittelpunkt. Die Kunst kann mit einer Fülle von Methoden, Übungen und spielerischen Zugängen erlebt werden, die innerhalb der Pilotphase perfekt auf die umfangreiche Sammlung des Museums zugeschnitten wurden. Das sinnliche Kunsterleben im Museum erfolgt über das gemeinsame Tasten, Schmecken, Fühlen und Hören innerhalb einer empathisch moderierten Kunstbetrachtung. Diese kann mit einer praktisch-kreativen Vertiefung ergänzt werden, die  ebenfalls mit den Pilotgruppen erprobt wurde.
Zum Auftakt wurden Institutionen und Einrichtungen im Sinne der Vernetzung von Kultur und Pflege in das Dortmunder U eingeladen um die Angebote, die Projekt-Initiatorinnen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pilotphase kennen zu lernen.

 

  

 

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